Tischtennisabteilung

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Jubiläumsansprache zum 50 – jährigen Bestehen der
TT – Abteilung des TSV Twieflingen von 1899 e.V.
(von Helmuth Kuntze und Carsten Bormann)

 

Sehr geehrte Damen, sehr geehrte Herren, liebe Gäste, werte Sportkameradinnen und Sportkameraden!

 

Heute feiern wir gemeinsam das 50 – jährige Jubiläum der TT – Abteilung mit unseren Gästen aus Nah und Fern. Ein stolzer Tag für unsere Mitglieder aber auch für den gesamten Verein. Nachdem unsere Brudersparte – die Fußballabteilung – während der Sportwoche anfang August ihr 20 – jähriges Bestehen begangen hat, stehen wir heute – die TT – Abteilung – im Mittelpunkt der Feierlichkeiten.

 

Zu jeder Laudatio gehört die entsprechende Historie. Auch ich will euch einen kleinen Abriss unseres Vereins geben, der bereits 1999 sein 100 – jähriges Wiegenfest begehen konnte.

Entsprungen ist der TSV Twieflingen aus der am 01. Juni 1899 gegründeten Turner Brüderschaft Twieflingen. Seit dem 25. Oktober 1949 nennt sich der Verein TSV (Turn- und Sportverein). Neben vielen gesellschaftlichen Veranstaltungen war Turnen die Sportart, die den Verein bis in die 50er Jahre geprägt hat. Doch die Turnerei ließ merklich nach und wurde 1966 ganz eingestellt. Dies bedeutete jedoch nicht das automatische „Aus“ des Vereins, denn 1951 hatten sich ehrgeizige junge Leute dem Verein angeschlossen. Diese wollten Tischtennis spielen und Leichtathletik betreiben. Die Leichtathleten erzielten die ersten Erfolge. Es konnten mehrere Kreismeistertitel errungen werden. Die beachtlichste Leistung war ein Weitsprung von 6,22 Metern, erzielt im Jahre 1961. Zum Vergleich: Sprünge um 7 Meter bedeuteten damals deutsche Spitzenklasse. Doch später sollten die Tischtennis spielenden Kameraden wesentlich erfolgreicher werden.

 

Auch eine Frauengymnastik – Abteilung und eine Jazz – Dance – Gruppe waren in den 80er und 90er Jahren im Verein beheimatet. Durch räumliche und sonstige Schwierigkeiten hatten diese Abteilungen jedoch keinen längeren Bestand.

 

Längeren Bestand hatte hingegen die am 01. Juni 1981 gegründete Fußballabteilung, die bereits viele Erfolge in der Vergangenheit erzielte und auch schon mehrere Jahre in der Kreisliga mitmischen konnte. Ein eigener Sportplatz und ein eigenes schmuckes Vereinsheim sind nicht nur der Stolz der Fußballspieler, sondern aller Mitglieder – ob aktiv oder passiv. Unseren Kameraden von der Fußballabteilung an dieser Stelle noch einmal herzliche Gratulation zum 20. Jahrestag ihres Bestehens.

 

Nun zum heutigen Jubilar, der TT – Abteilung des TSV Twieflingen. Angefangen hat alles damit, dass junge Leute aus Zufall bei einem Landwirt in dessen Scheune eine verstaubte TT – Platte entdeckten. Es reifte bei ihnen der Entschluss heran, diese Platte zu säubern und zu reparieren, um sie ihrem ursprünglichen Zweck, dem Tischtennis, wieder zuzuführen. Ein Netz und einige Bälle sowie TT – Schläger wurden beschafft, und los ging es. Der Spaß weckte den Ehrgeiz und aus dem Ehrgeiz wurde der Wettkampfsport geboren. Man wollte sich auch mit Sportkameraden aus anderen Orten bzw. Städten messen. Daher brauchte man die Obhut eines Vereins. Es wurde bald der Antrag beim TSV Twieflingen gestellt, als TT – Abteilung beitreten zu dürfen. Diesem wurde wenig später statt gegeben. Damit war 1951 der Grundstein für die Geburtsstunde der TT – Abteilung gelegt. Erster Spartenleiter wurde Ulrich Dewitz, der in der Folgezeit – nicht zuletzt durch sein glückliches Händchen – die Abteilung immer größer werden ließ und zur Blütezeit heranführte. Das Training fand hier in diesem Saale statt. Bald war man so fit, dass 1952 erstmals eine Mannschaft zum Punktspielbetrieb gemeldet wurde. Von jetzt an ging es für viele Jahre nur noch bergauf. Der TSV schoss förmlich wie ein „Phönix aus der Asche“ empor. Im TTKV Helmstedt stand man im Herrenbereich für viele Jahre an der Spitze und war das Aushängeschild des Kreises Helmstedt. Der Ortsname „Twieflingen“ wurde durch die TT – Spieler weit über die Grenzen des Bezirks Braunschweig hinaus getragen (übrigens auch heute wieder durch unsere Damenmannschaft – dazu später mehr).

 

Ab 1954 richtete der TSV Twieflingen die beliebten Elmturniere aus. Im Jubiläumsjahr 1974 – dem 75 – jährigen Bestehen des Hauptvereins – wagte der TSV Twieflingen ein landesoffenes Turnier auszurichten. Wegen des großen Zuspruchs und der Güte dieses Turniers musste in die „Eichendorffhalle“ nach Schöningen umgezogen werden. Zwei Tage stand diese Halle im Blickpunkt des kleinen weißen Balles und der Zelluloid – Künstler. Aus Braunschweig, Wolfsburg und Salzgitter kamen die Spitzenspieler. Viel Lob gab es für die Ausführung dieser Veranstaltung. Nach einhelliger Meinung der Teilnehmer war es zu damaliger Zeit das bestdotierte Sachpreis – Turnier in näherer und weiterer Umgebung. Einige Schlagzeilen aus der goldenen Zeit unserer TT – Abteilung werde ich im zweiten Teil meiner Ausführungen bringen. Diese werden ausschließlich den Herren- aber auch den Jugendbereich betreffen.

 

Seit Jahren setzen überwiegend unsere Damen die Glanzlichter der Abteilung. Sie haben die Männer (1. Bezirksklasse) um ein Vieles (Landesliga) übertroffen und sind nun das Aushängeschild des Kreises Helmstedt. Wie ich meine, eine große Leistung, und unsere besten Wünsche begleiten unsere Damen vielleicht zu einem erneuten Aufstieg. Das Leistungsvermögen dazu ist zweifellos vorhanden.

 

Aber wie begann es?

Der 1. Versuch des weiblichen Geschlechts fand bereits 1967 statt. Aus der Chronik ist zu erfahren, dass auf Anhieb ein beachtlicher zweiter Platz errungen wurde. Trotz dieses Erfolges dauerte das Engagement nur ein Jahr (Wegzug von Spielerinnen). Danach dauerte es bis zum Jahre 1981, als man erneut mit einer Mädchenmannschaft am Punktspielbetrieb teilnahm. Ähnlich wie im Herrenbereich ging es von nun an steil bergauf. Nebenbei gesagt, es begann vor 20 Jahren, also auch ein kleines Jubiläum. Auch hierzu herzlichen Glückwunsch!

 

Ich unterbreche jetzt meinen Bericht und übergebe das Wort unserem TT – Abteilungsleiter Carsten Bormann. Er wird euch über sportliche Erfolge bzw. Aktivitäten der letzten 10 Jahre berichten.

 

 

 

Viele werden sich fragen, warum ich mit meinen 30 Jahren als junger Spund hier stehe, wenn es doch um das „Oldie – Turnier“ geht. Seit 1989 bin ich hier Trainer und habe den Verein, das Dorf und die Leute kennen und schätzen gelernt. Und so entschloss ich mich 1991 auch als Spieler nach Twieflingen zu wechseln. Als Student, der natürlich immer Zeit hat, wurde ich dann noch als Betreuer und schließlich aus als TT – Abteilungsleiter verpflichtet. Daher möchte ich nun die letzten 10 Jahre der TT – Abteilung zusammenfassen.

 

Kommen wir zunächst zum Herrenbereich. Als ich 1991 dazu stieß, verließ Helmuth gerade den Verein in Richtung Schöningen, was aber – soweit ich das weiß und hoffe – nichts mit mir zu tun hatte. Danach gab es in der 1. Herrenmannschaft keine wesentlichen Änderungen: Lothar Neuhäuser rückte zwischendurch für Uwe Schulze nach, und verließ die Mannschaft bereits nach einem halben Jahr für Heinz – Herrmann Gerecke, der wieder zu seinem alten Verein stieß. Michael Sommerburg rückte letztes Jahr für Karl – Heinz Saul nach und spielt nun ebenfalls wieder in der 2. Mannschaft, da Helmuth Kuntze zum TSV Twieflingen zurückgekehrt ist (nach dem Motto: „Back to the roots.“). Ansonsten gab es nur Änderungen innerhalb der Mannschaft, und - man sollte es nicht glauben - selbst Bernhard Sikora war mal die Nummer 1. In der vorletzten Saison waren wir eigentlich schon aus der 1. Bezirksklasse abgestiegen, konnten aber wieder nachrücken, wie es sich für eine „unabsteigbare“ Mannschaft, die schon seit 1986 in dieser Klasse spielt, gehört. Nur um wieder in der Braunschweiger Staffel zu spielen, würden wir u.U. einen Abstieg in Kauf nehmen, denn dann könnte man nach dem Punktspiel mal wieder einen Spaziergang über die Bruchstraße machen. Allerdings ist von Seiten meiner Mannschaftskameraden zu hören, dass sie früher – frisch verheiratet – nicht durften und heute nicht mehr können... Trotzdem kann man für die Twieflinger Herren den Spruch „Oldies but goldies“ festmachen: 1995 und 1999 konnten Carsten Bormann, Detlef Preuß und Wolfgang Prüße bzw. Bernhard Sikora den Kreispokal gewinnen, trotz zum Teil recht hoher Vorgaben, die sie den Gegnern gewähren mussten. Bedingt durch die vielen Wechsel in der 1. Herrenmannschaft wurde die zweite in den letzten Jahren zu einer Art Fahrstuhlmannschaft zwischen der Kreisliga und der 2. Bezirksklasse, was den Vorteil hat, dass in einem Jahr der Abstieg und im nächsten Jahr der Wiederaufstieg gefeiert werden kann; und so hoffen wir, dass nach dieser Saison eine Aufstiegsfeier in die 2. Bezirksklasse statt findet. Insgesamt muss man bei den Herren jedoch von einer Überalterung sprechen, wodurch es dort auch etwas bergab geht: Vor 10 Jahren hatten wir noch sechs, heute nur noch vier Mannschaften.

 

Anders sieht es bei den Damen aus: Vor 20 Jahren begann die Damen Ära, und Twieflingen wandelte sich von einer Hochburg der Herren zur heutigen Hochburg der Damen. 1989 spielte die 1. Frauenmannschaft in der Bezirksklasse. In diesem Jahr wechselten Maike und Bettina Pahl, Julika Haupt und Andrea Neutzner vom SV Esbeck nach Twieflingen. Man munkelt, dass Jens Kuntze, der damalige Freund von Maike, daran nicht ganz unschuldig war... Auf jeden Fall schaffte die 1. Damenmannschaft daraufhin in der Besetzung Pahl/Pahl/Buchheister/Haupt den Aufstieg in die Bezirksliga. Gleichzeitig stieg die 2. Mannschaft in die Bezirksklasse auf, während die dritte in der Kreisklasse spielte. In den darauf folgenden Jahren blieb es dabei, dass die 1. Mannschaft in der Bezirksliga spielte, während die zweite zwischen Bezirksklasse und Bezirksliga und die dritte zwischen Kreisliga und Bezirksklasse schwankten.  Der Versuch, Jugendliche in die 1. Damenmannschaft zu integrieren (z.B. Kerstin Winter oder Dörte Siemann) scheiterte mehr oder weniger, da der Sprung selbst von der Bezirksjugend in die Bezirksliga zu groß war. 1993 schließlich wechselte Sandra Förstermann vom damaligen Bezirksoberligisten SV Emmerstedt zum TSV Twieflingen und der direkte Aufstieg in die Bezirksoberliga gelang. Seitdem wurden die Damen – gerade Susanne Buchheister und Maike Pahl – immer stärker: Susi gewann erstmals die Kreisrangliste, während Maike den Kreismeistertitel nach Twieflingen holen konnte. Von der Mitte bis zum Ende der 90er Jahre gab es bei Veranstaltungen auf Kreisebene eigentlich nur eine Frage: Holt sich Pahl oder Buchheister den Titel? Dieses immergrüne Duell zwischen den beiden bot so manche Brisanz, trotzdem spielten sie immer zusammen für den TSV Twieflingen und opferten dafür ihre Zeit, ihr Talent und ihr Können. Zusammen konnten Maike und Susi auch fünfmal in Folge den Kreismeistertitel im Doppel gewinnen, Maike hat – mit anderen Partnerinnen – diesen Titel jetzt sogar schon zum achten Mal hintereinander gewonnen. Ein anderes Indiz für die Stärke der Twieflingerinnen ist, dass Maike Pahl – 1989 immerhin noch in der Bezirksklasse spielend – in der Saison 1998/99 beste Spielerin der Bezirksoberliga wurde. Außerdem konnte die Damenmannschaft seit 1994 sieben Mal den Kreispokal nach Twieflingen holen, was wegen der zum Teil sehr hohen Vorgaben als bestes Team des Landkreises Helmstedt, eine beachtliche Leistung darstellt. In die Phalanx von Pahl und Buchheister drang Ende der 90er Jahre mit Melanie Mosterdijk vom TVB Schöningen ein junges Talent ein, das einiges an Potential zu bieten hatte. Nachdem die 1. Mannschaft 1999 den dritten Platz in der Bezirksoberliga belegte, hatte sie die Möglichkeit, in die Landesliga nachzurücken. Mosterdijk entschloss sich, nach Twieflingen zu wechseln, und zusätzlich bot sich auch Susanne Sassin, die in Helmstedt wohnt und beim RSV Braunschweig spielte (früher sogar mal in der zweiten Bundesliga), an, nach Twieflingen zu kommen. Obwohl Susi Buchheister eine „freundschaftliche“ Auszeit nahm und zum TSV Wolfsburg wechselte, nahm man in der Aufstellung Sassin/Pahl/Mosterdijk/Förstermann/Henseleit die Herausforderung „Landesliga“ an. Die Hinserie verlief zwar nicht allzu erfolgreich, doch konnte man einen Abstiegsplatz vermeiden. In der Rückserie stieß dann Susanne Buchheister wieder dazu, die sich inzwischen wieder mehr zu ihrem TSV als zu anderen Dingen hingezogen fühlte. Susi, die als echtes Twieflinger Gewächs von der Kreisliga bis in die Landesliga alle Aufstiege mitgemacht hatte, war es auch zu verdanken, dass in der Rückserie eine klare Leistungssteigerung der Mannschaft zu erkennen war, was mit einem beachtlichen sechsten Platz belohnt wurde. Im zweiten Jahr in der Landesliga verpasste der TSV Twieflingen als Tabellendritter nur um Haaresbreite die Relegation zur Verbandsliga, aber was nicht ist, kann ja noch werden. Heute stellt die Damenmannschaft mit Pahl, Mosterdijk, Sassin und Buchheister die besten vier Spielerinnen des Kreises Helmstedt, und daher sollte auch der Aufstieg in die Verbandsliga in absehbarer Zeit möglich sein. Wie eingangs erwähnt, bilden also heutzutage die Frauen das Aushängeschild des TSV Twieflingen und auch des ganzen Landkreises. Diese Erfahrung mussten mittlerweile schon viele – auch unserer besten – Herren beim Training machen. In diesem Jahr wäre es sogar fast zu einer Sensation gekommen: Bei den Vereinsmeisterschaften, wo die Damen in der offenen Männerklasse startberechtigt sind, standen sich im Halbfinale mit Maike Pahl und Susanne Sassin zwei Frauen gegenüber. Im Endspiel konnte „Oldie“ Detlef Preuß die Ehre der Männer gerade noch retten, indem er sich gegen Sassin den Titel sicherte. Aber auch bei den Frauen gibt es nicht nur positives zu berichten: Durch Beruf, Studium und aus persönlichen Gründen verließen in den letzten Jahren viele Spielerinnen den Verein, so dass es heute nur noch eine Damenmannschaft gibt und der Unterbau fehlt. Sollte eine von den vier Stammspielerinnen Pahl, Mosterdijk, Sassin oder Buchheister den Verein verlassen, so wäre es fast unmöglich diese Klasse zu halten. Zwar stehen mit Silke Henseleit und – bei Bedarf – mit Sandra Förstermann immer noch zwei Spielerinnen als Ersatz zur Verfügung, die maßgeblich am Aufstieg in die Landesliga beteiligt waren, doch haben sie nicht mehr den Ehrgeiz und Trainingswillen, eine der Stammspielerinnen adäquat zu ersetzen.

 

Last but not least möchte ich noch kurz auf die Jugend eingehen. Sie steht in meinem Bericht zwar an letzter Stelle, trotzdem halte ich sie für sehr wichtig, da die Jugend die Zukunft des Vereins darstellt. Seit vier Jahren gibt es bei uns keine Mädchenmannschaft mehr, wodurch – wie bereits erwähnt – der Nachwuchs für den Damenbereich fehlt. Bei den Jungen ging und geht es sehr wechselhaft zu: Teilweise konnten in den letzten Jahren bis zu 3 Mannschaften gemeldet werden, wovon die erste sogar mehrmals auf Bezirksebene spielte. Von diesen Jugendlichen sind allerdings nicht viele in die Herrenmannschaften gewechselt, was die Überalterung in diesem Bereich fördert. Allerdings konnte die 3. Herren in diesem Jahr fast ausschließlich aus Jugendlichen bzw. ehemaligen Jugendlichen gebildet werden. Teils handelt es sich dabei um verlässliche Helfer, die bei jeder Veranstaltung und Aktion parat stehen, teils sind sie auch noch so ehrgeizig, dass sie den Sprung in die zweite und vielleicht auch mal erste Herrenmannschaft schaffen können.

 

Dieses war nun ein kurzer Abriss der TT – Abteilung der letzten 10 Jahre und auch von mir in diesem Verein. Als ich hier angefangen habe, hätte ich selbst wahrscheinlich noch höher spielen können und hatte auch zwischendurch noch einige – auch finanziell – attraktive Angebote. Doch ein Tischtennis – Fealing wie in Twieflingen ist einmalig, und deshalb möchte ich es (zumindest fast) mit dem ehemaligen US – Präsidenten Kennedy halten, der sagte, er sei stolz, ein Berliner zu sein: „Ich bin stolz, ein Twieflinger zu sein.“. Vielen Dank!

 

 

 

Carsten, ich danke dir für deine Ausführungen.

 

Schwelgen wir weiter in Nostalgie.

Hier einige Schlagzeilen aus dem Vereinsgeschehen:

-        1983 schrieb die Braunschweiger Zeitung: „Der TSV Twieflingen ist ein Klub ohne Sportstätte“. Tischtennis in Jerxheim, Fußball in Dobbeln! Nie Heimrecht!

-        Bereits 1954 wurde der 1. Kreismeistertitel für den TSV Twieflingen errungen. Mittlerweile dürften unsere SpielerInnen und Mannschaften weit über 250 Titel errungen haben.

-        1955 errang ein Spieler des TSV Twieflingen den Vize – Bezirksmeistertitel.

-        Es folgten mehrere Titel (Bezirksmeister), u.a. erreichten diese Ehre Walter Voß im Schüler – Einzel, Jörg Siemann als Jugendbezirksmeister oder Michael Brunz mit dem wohl wertvollsten Titel im Herrenbereich (bester Spieler des Bezirkes Braunschweig). Auch die Herrenmannschaft holte sich den Titel im Mannschafts – Wettbewerb.

-        Es wurde im TSV Twieflingen gute Nachwuchsarbeit geleistet. Hier müssen in vorderster Reihe die Namen von Hans – Karl Bartels, Karsten Kräcker und Carsten Bormann mit ihren Vertretern wie Stefan Günther genannt werden. Sie stehen als Garanten vieler Erfolge. Es gab Zeiten, da hielt sich im Landkreis folgender Spruch: „In Twieflingen kommen die Kinder mit dem TT – Schläger in der Hand zur Welt.“.

-        Es gab auch Zeiten, da war es leichter Kreismeister als Vereinsmeister zu werden.

-        Auch Auslandsturniere wurden besucht, z.B. in Esbjerg/Dänemark.

-        Bernd – Detlef Preuß spielt schon seit über 25 Jahren in unserer 1. Herrenmannschaft und scheut nicht den weiten Weg von Helmstedt nach Twieflingen bzw. Jerxheim.

-        Anlässlich des 75 – jährigen Bestehens wurde eine in Bestbesetzung angetretene Kreisauswahl mit 9:1 besiegt.

-        In der Saison 1973/74 war unsere 3. Herrenmannschaft noch die zehntbeste Mannschaft des TTKV Helmstedt.

-        Ebenfalls 1973/74 bestritt unsere 2. Herrenmannschaft die Aufstiegsspiele zur 2. Verbandsliga

-        Eine Schlagzeile in der Presse: „Vor 60 Zuschauern unterlag der heimische TSV Twieflingen im Spitzenspiel der 2. Verbandsliga dem Gast VfL Oker, der mit seinen Schlachtenbummlern mit einem Bus anreiste.“

-        Absoluter Höhepunkt waren die Aufstiegsspiele in Bad Salzdetfurth, die mit dem Aufstieg in die 1. Verbandsliga gekrönt wurden. Diese Klasse konnte man einige Jahre halten. Gegner waren die 1. Mannschaften vom MTV Wolfenbüttel, Concordia Braunschweig, TTC Gifhorn, TSV Salzgitter, Blau/Geld Braunschweig, Caravan Hildesheim II und III und VfL Wolfsburg II.

 

Genug mit der Nostalgie und den Glanzlichtern. In die Fußstapfen der Herren – und dies ist zur Zeit Realität - sind unsere Damen getreten.

 

Ich nehme mir das Recht und halte es auch für meine Pflicht als langjähriger Vereinsvorsitzender und Ehrenpräsident, allen aktiven und passiven Mitgliedern für ihre sportlichen Leistungen und ihre Treue zum TSV Twieflingen zu danken. Ebenfalls bedanke ich mich für Hilfe jeglicher Art, die dem Verein zu Teil geworden ist. Vergessen wollen wir auch nicht unsere toten Sportkameraden.

 

Ein Sportverein gehört zum kulturellen Leben eines jeden Ortes und wird aus kommunalpolitischer Sicht immer Unterstützung finden müssen. Für viele Menschen hatte der Sport früher einen höheren Stellenwert im Leben; hoffen wir alle, dass es vielleicht in Zukunft wieder so wird, auch wenn dieses durch das mannigfaltige Freizeitangebot sehr schwer ist.

 

Zum Schluss möchte ich die 1968 von unserem 1. Abteilungsleiter proklamierten zehn Gebote für den Sportler zitieren. Sie haben, glaube ich, auch heute noch Gültigkeit:

-        1. Gebot: Niemals aufgeben.

-        2. Gebot: Niemals drücken.

-        3. Gebot: Kein schlechter Verlierer sein.

-        4. Gebot: Niemals über Vorgesetzte im Sport schimpfen.

-        5. Gebot: Nicht über Siege streiten.

-        6. Gebot: Niemals unfaire Vorteile nutzen.

-        7. Gebot: Wettkämpfer und Besucher mit Achtung behandeln.

-        8. Gebot: Bedenke, dass das Spiel die Hauptsache ist.

-        9. Gebot: Wer anders denkt, ein Preisjäger und kein Sportsmann ist.

-        10. Gebot: Ehre das Spiel, das du spielst, denn der, der ehrlich und ausdauernd spielt, gewinnt – auch wenn er verliert.

So der Originaltext der 10 Gebote.

 

Ich meine, so sollte es sein und auch bleiben.

 

Der TT – Abteilung des TSV Twieflingen wünsche ich weiterhin viel Erfolg und seinen Weg in die Zukunft. Unseren auswärtigen Gästen danke ich für ihr Kommen und wünsche ihnen und uns allen noch ein paar fröhliche und gesellige Stunden. Herzlichen Dank!

Quelle für alle Seiten: Carsten Bormann